Inklusion Integration | Schule

Inclusion Rollstuhl mit LiebeQuelle Pixabay

Inklusion ist ein großes Thema in Thüringer Schulen. Lehrer favorisieren Förderschulen. Politik will Inklusion und Integration an jeder Schule. Das Schulkonzept bietet einen Lösungsweg.

Befragt man 1000 Menschen zu Inklusion an Schulen, bekommt man 1000 verschiedene Meinungen.
Schüler selber haben kein Problem, sind behinderte Kinder seit Schulbeginn in der Klasse.
Eltern behinderter Kinder möchten, dass ihr Kind in einer ganz normalen Schule unterrichtet wird.
Andere Eltern möchten wiederum, dass keine geistig Behinderten in der Klasse sind, weil sie Nachteile für das eigene Kind befürchten.
Viele Lehrer befürworten Förderschulen.

Vielen Lehrern ist ganz einfach der zusätzliche Stress zu viel. Weil nun mal individuelle Förderung mehr Arbeit macht. Auch könne sich an Förderschulen besser um Benachteiligte gekümmert werden. Schüler in normalen Schulen verstünden auch nicht, weshalb ein behinderter Schüler bei gleicher Leistung eine bessere Note erhält.

IGS Göttingen lebt Inklusion

Eine Vorzeigeschule für gelebte Inklusion ist die IGS Göttingen. Die IGS Göttingen ist eine integrierte Gesamtschule, die bei Eltern und Schülern sehr beliebt ist. Es gibt jedes Jahr so viele Anmeldungen, dass nicht wenige Schüler wegen fehlender Kapazität abgewiesen werden müssen. An der IGS wird Integration und Inklusion gelebt.
Mein Sohn musste nach einem Jahr die IGS Göttingen verlassen, weil die Mutter nach Sachsen-Anhalt zog.

Die Schulen in Sachsen-Anhalt waren ein Schock für den Jungen.
Mein Sohn kannte in Göttingen Schulen (Grundschule, IGS), welche auf die Bedürfnisse der Schüler zugeschnitten waren.

In der IGS Göttingen gab es ab Klasse 5 Tischgruppen im Unterricht, wo Schüler gemeinsam lernten.
In der Pause konnten sich die Kinder austoben.
Im riesen Foyer gab es ein extra gebautes Labyrinth aus Beton, wo verstecken, fangen usw. gespielt wurde.
Auf dem Schulhof waren Fußballplatz, Volleyplatz, Klettergerüst usw. Da gab es für jedes Kind etwas Passendes, um sich austoben und entspannen zu können. Mein Sohn hatte richtig viele Freunde und fühlte sich pudelwohl.
Das machte sich auch gesundheitlich bemerkbar. Der Junge war nie krank. Ehrlich.

Wer sich über das gelungene Schulkonzept in Göttingen informieren möchte, kann sich gern auf der Webseite IGS Göttingen informieren.
Die IGS erhielt übrigens im Jahr 2011 den deutschen Schulpreis für das gelungene Konzept.

Kulturschock in Sachsen-Anhalt

In Sachsen-Anhalt kam der Kulturschock für den Jungen. Es gab nichts dergleichen.
Nach typischer DDR-Manier war Frontalunterricht an der Tagesordnung.
So mancher Lehrer hatte auch noch DDR-Verhaltensweisen drauf, wo mit Zucht und Ordnung für Ruhe im Unterricht gesorgt wurde.
Auch Krach im Unterricht wie in Sachsen-Anhalt war dem Jungen aus Göttingen völlig fremd.

Der Junge wechselte 2-mal die Schule.
In der dritten Schule half erst ein Klassenwechsel, dass er sich in der Schule halbwegs wieder wohl fühlte. Da waren dann Jungs aus dem Wohnort, mit denen er sich gut verstand.

In Sachsen-Anhalt gab es viel Unterrichtsausfall. Auch der Junge war öfters krank.
Der negative Stess forderte eben seinen Tribut. Bei Lehrern und Schülern.

Inklusion mit dem Schulkonzept

Natürlich kann man nicht jede Schule um ein Konzept herum bauen, wie es in Göttingen mit der IGS der Fall war.
Man kann aber mit dem gehen was ist und aus Gegebenheiten der Schule das Beste machen. Die Schule kann Änderungen durchführen, damit sich Kinder in der Schule wohl fühlen und wo bessere Inklusion möglich wird.

Die Einführung der Ag Wohlbefinden und Potenzialentfaltung ist bereits ein wichtiger Schritt in Richtung erfolgreicher Inklusion und Integration.
Fühlen sich Kinder in der Schule wohl, ist schon viel gekonnt.
In der Ag kommen zum Beispiel deutsche Kinder mit Kindern aus Flüchtlingsfamilen außerhalb des normalen Unterrichtes auf der Gefühlsebene zusammen. Es werden Konflikte gelöst, Vorbehalte angesprochen und offen beseitigt.
Bauen die Kinder untereinander Vorurteile ab, welche von zu Hause mit in die Schule gebracht werden, verschwindet schon einmal zwischenmenschlicher Stress.
Ein erster Schritt in Richtung erfolgreicher Integration ist getan.

Inwieweit für Unterricht zusätzliche Lehrer eingestellt werden müssen, um den Mehraufwand abzufangen, der durch behinderte Kinder oder Kinder aus Flüchtlingsfamilien entsteht, liegt in Verantwortung der Schulleitung.
An der IGS Göttingen waren Klassen kleiner, wo Kinder Förderbedarf hatten.
Tischruppen taten ihr Übriges. Stärkere Kinder unterstützten Schwächere. Das brachte auch die Stärkeren weiter. Weil sich Stärkere intensiver mit dem Stoff beschäftigten.
Was für bessere Inklusion und Integration noch getan werden muss, lässt sich nur vor Ort an Ihrer Schule entscheiden.




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